Nicht so kalt wie breit – Zurück in Kanada

Das Erste, was ich wohl zu meiner Rückkehr nach Montreal sagen muss: Es ist gar nicht soo kalt. Oder vielleicht besser: Es ist gar nicht so schlimm, dass es so kalt ist. Also, die meiste Zeit haben wir schon so zwischen –10 und –20 Grad hier, aber es fühlt sich nicht so schlimm an. Meistens. Wenn es windig ist schon.
Gut, ich habe den Vorteil, dass ich gerade bei einer lieben Freundin direkt gegenüber der Metro-Station wohne.
Gut, und man zieht sich halt so an, dass die kalte Luft lediglich an das Gesicht kommt. Und ich habe zusätzlich zu meiner Winterjacke einen dicken gesteppten Mantel geliehen bekommen. Und einen dicken gehäkelten Schal und passende Mütze dazu geschenkt bekommen. Ja, und ich ziehe auch meistens eine Strumpfhose unter die Jeans.
Aber neulich waren auch fast null Grad, da konnte ich sogar in Strumpfhose und Rock aus dem Haus gehen. Also, man gewöhnt sich schnell ein.

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Panorama Rocky Mountains

Richtige Berge

In den Rocky Mountains ist es anders. Auch hier ist das Land dünn besiedelt, aber es fühlt sich ganz anders an. Vor allem, weil die Nationalparks hier die Touristenattraktion schlechthin sind und es die entsprechenden Infrastrukturen gibt. Aber auch wenn es auf den riesigen Parkplätzen ein bisschen aussieht wie in Disneyland verläuft es sich ganz gut, sobald sich vom Parkplatz aus auf die Wanderung macht. Was allerdings auffällt ist, dass es hier NUR Touristenangebote gibt und ich mich gefragt habe, wo die ganzen Leute wohl wohnen, die hier in den kleinen Läden arbeiten. Der nächste Ort ist immerhin noch 50 km weit weg. (Nach zwei Tagen habe ich am Ende der Straße ein paar Häuser gefunden.) Weiterlesen

Prairie

Inseln in der Prärie

Das Besondere an Kanada ist auch, dass es hier irgendwie keine Orte gibt. Freistehende Höfe, Rastplätze und Motels von Zeit zu Zeit. Und Seen. Angeblich hat Kanada mehr Seen als alle anderen Länder auf der Welt zusammen. Und man kommt auch alle zehn Minuten an einem vorbei. Aber keine Orte. (Und man rast hier nicht über die Autobahn mit Schallschutzmauern, wo man einfach nichts mitkriegt.) Selbst die Bushaltestellen der Überlandbusse scheinen immer ziemlich im Nirgendwo zu sein. Weiterlesen

Flughafen von Winnipeg bei Sonnenuntergang

Quer durch Kanada

Von Toronto bis zu den Rocky Mountains braucht man drei Tage. Nonstop, reine Reisezeit und egal ob mit Auto, Bus oder Bahn. Kanada ist groß. Würde ich die gleiche Entfernung von Montreal bis nach Vancouver statt nach Westen nach Süden reisen, wäre ich in Venezuela.

Mein Transportmittel der Wahl ist Bus. Es ist das günstigste und sogar einigermaßen bequem. Im Greyhoundbus hat man mehr Platz als im ICE und meistens sogar Internet und Steckdosen. Außerdem fahren die Busse rund um die Uhr. Es ist also tatsächlich möglich die drei Tage, bzw. fünf für die ganze Strecke Montreal–Vancouver, am Stück zu reisen. Weiterlesen

Der große Platz in Tikal, Ausblick von einem der Tempel

Nun doch noch – Fotos aus Tikal

Bevor ich mich jetzt auf zu anderen Abenteuern mache, wollte ich euch doch nicht die Fotos aus Tikal vorenthalten. Und es ist in echt natürlich noch viel beeindruckender als auf den Fotos. Was mir vor allem vorher nicht so bewusst war, ist, dass Tikal nicht nur aus Ruinen besteht, sondern vor allem ein Nationalpark ist. Und das ganze Gebiet ist ziemlich groß und die Bäume ziemlich hoch. Es gibt außerdem unheimlich viele Tiere dort. Den ganzen Tag lang haben wir die Brüllaffen gehört. Allerdings auch nur gehört – die sind ziemlich scheu. Weiterlesen

Mülltonnen in der St. Laurent's Street, Montreal

Eigentlich wollte ich was ganz anderes sagen…

Jetzt versuche ich seit ungefähr 10 Tagen mal wieder etwas zu posten und von meinen Eindrücken von Tikal in Guatemala zu berichten. Dass es mir nicht gelungen ist, liegt bestimmt nicht an Tikal selbst, sondern vielmehr, dass ich halt andere wichtige Dinge zu erledigen hatte. Konkret, mich um einen Studienplatz für die Zeit nach meiner Reise zu bemühen. Nun, ich habe mich einen internationalen Master in den Medienwissenschaften beworben mit zwei Auslandssemestern. Wenn das klappt, kommt das Reisen also nicht ganz zu kurz. (Meine erste Version des Motivationsschreibens enthielt den Satz: “Ich suche für die nächsten zwei Jahre nach einer gesellschaftlich akzeptierten Form alle sechs Monate meinen Wohnort zu wechseln.” Aber der Satz hat es dann doch nicht in die endgültige Version geschafft.) Weiterlesen

Trommler beim Tam Tam in Montreal

Tam Tam: Meine Lieblingsbeschäftigung am Sonntag

Es ist nicht so einfach zu beschreiben, was das “Tam Tam” eigentlich ist. Ein riesiges Picknick, Hippietreffen, inoffizielles Drummerfestival, die Ansammlung aller Verrückten von Montréal an einem Platz. Alles stimmt.

Man muss sich vorstellen, dass jeden Sonntag im Sommer alle möglichen Leute mit ihren Percussion-Instrumenten zum Parc Mont Royal kommen, um miteinander Musik zu machen. Jeder kann mitmachen. Und alle, die kein Instrument spielen, kommen mit ihren Kindern, Hunden, Picknickkörben oder Mittelalterverkleidungen und hören zu. Weiterlesen

Neues Layout

Ich weiß, alle denken, ich hätte meinen Blog in den letzten vier Wochen einfach vergesen. In Wirklichkeit habe ich in diesen Wochen (und wer will, darf hier den nächsten Absatz überspringen):

mehr als vier Stunden Material an Videotutorials angeschaut, drei neue Programme für Nerds installiert (und ansatzweise verstehen gelernt), ein Child für WordPress geschrieben (das beinhaltet, verstanden, was ein Child Theme ist, was CSS ist, was .php-files sind, unzählige Befehle ergooglet und noch mehr Fehler im Code schreiben gemacht und nach Stunden gefunden), festgestellt, dass mein tolles Layout nicht funktioniert, stundenlang Updates über den Server laufen lassen, in der Hoffnung, dass das was nützt, E-Mails mit dem technischen Service meines Internethosts ausgetauscht, den Fehler dann selbst im Quelltext gefunden, glücklich mein neues Theme aktiviert, beim Runterladen eines Plugins die komplette Seite gecrasht, wieder E-Mails mit dem technischen Service ausgetauscht, endlich gelernt wie man manuelle Backups erstellt, bevor ich mich wieder an ein Update gewagt habe, das diesmal geglückt ist (um ehrlich zu sein, weiß ich das noch nicht, während ich das schreibe. Aber da ihr diesen Sermon hier lest, wird es wohl so gewesen sein).* Weiterlesen

Beim Aufräumen gefunden… ein paar Bilder aus Panama

Ich weiß, ich habe ganz vielen Menschen versprochen, dass wir einen großen Fotoabend machen, wenn ich zurückkomme. Ich will mich da auch nicht rausreden. Nur so als Zwischenbilanz: Es ist jetzt ziemlich genau Halbzeit meiner Reise und ich habe 1499 Fotos bisher. Und das sind nur meine eigenen Fotos. Ich habe auch noch einige Hunderte von anderen Leuten bekommen, mit denen ich was unternommen habe. Und ich bin bei meinen eigenen Bildern immer relativ schnell dabei Fotos zu löschen, die mir nicht gefallen. Das heißt, ihr müsst euch darauf einstellen, im September Urlaub zu nehmen, um die ca. 3000 Fotos dann alle in Ruhe würdigen zu können. Weiterlesen

Skyline New York

Wie man sich in New York ohne Smartphone zurecht findet

Man gehe ca. zwei Blocks in irgendeine Richtung zum nächsten Apple-Store, wähle ein Gerät nach Tageslaune und recherchiere, was immer man gerade sucht (meistens ja den Weg nach irgendwo). Es ist wirklich so einfach und hat für mich super funktioniert. (Und für Apple auch. Sobald ich aus New York weg war, hatte ich das dringende Bedürfnis mir ein Macbook zu kaufen. Und das war auch das Erste, was ich in Kanada gemacht habe.) Weiterlesen