Nicht so kalt wie breit – Zurück in Kanada

Das Erste, was ich wohl zu meiner Rückkehr nach Montreal sagen muss: Es ist gar nicht soo kalt. Oder vielleicht besser: Es ist gar nicht so schlimm, dass es so kalt ist. Also, die meiste Zeit haben wir schon so zwischen –10 und –20 Grad hier, aber es fühlt sich nicht so schlimm an. Meistens. Wenn es windig ist schon.
Gut, ich habe den Vorteil, dass ich gerade bei einer lieben Freundin direkt gegenüber der Metro-Station wohne.
Gut, und man zieht sich halt so an, dass die kalte Luft lediglich an das Gesicht kommt. Und ich habe zusätzlich zu meiner Winterjacke einen dicken gesteppten Mantel geliehen bekommen. Und einen dicken gehäkelten Schal und passende Mütze dazu geschenkt bekommen. Ja, und ich ziehe auch meistens eine Strumpfhose unter die Jeans.
Aber neulich waren auch fast null Grad, da konnte ich sogar in Strumpfhose und Rock aus dem Haus gehen. Also, man gewöhnt sich schnell ein.


Andererseits gibt es auch so ein paar Dinge, mit denen ich seit zwei Wochen ringe:

  • Ich spreche keine Sprache mehr fließend. Weder deutsch, noch englisch, noch französisch. Schriftlich noch ein bisschen besser als gesprochen. Aber es fällt mir schwer, meine Gedanken im Kopf in nur einer Sprache zu sortieren.
  • Ich werde (vermutlich für den Rest meines Lebens!) die Stockwerke durcheinander bringen. Diese Verwirrung habe ich mir schon beim letzten Amerika-Aufenthalt angeeignet, aber sie war zwischenzeitlich weniger geworden. Zur Erklärung: In der Regel ist es hier so, dass das Erdgeschoss schon der 1. Stock ist. (Außer im Studentensekretariat)
  • Die unterschiedlichen Papierformate machen mich wahnsinnig. Hier ist “letter” das Standardformat und nicht DIN A4. Ich hab allerdings meinen Schreibblock und alte Unterlagen aus dem letzten Semester mitgebracht. Aber alle neuen Unterlagen sind breiter, dafür nicht ganz so hoch. Nicht das das wirklich schlimm wäre… aber es sieht halt doof aus. Ich sollte daran denken mir hier am Ende auch Klarsichtfolien zu kaufen. Sonst kann ich meine Dokumente und Zeugnisse von hier niemals abheften.

Also, keine größeren Schwierigkeiten hier.

Ein Gedanke zu „Nicht so kalt wie breit – Zurück in Kanada

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