Starbucks Memory

Ich bin mir wirklich nicht sicher, ob diese Sache in nordamerikanischen Großstädten anders ist als in Europa, oder ob ich nach den Monaten in überwiegend ländlichen Gegenden in Mittelamerika einen frischen Blick darauf habe.

Aber man kann keine 25 Meter durch die Stadt laufen, ohne an einer der großen Fast Food oder Convienience Food Ketten vorbeizukommen. Man braucht eine gute halbe Stunde um durch den Central Park in New York zurück zu seiner Metro-Station zu finden (ohne sich zu verlaufen wohlgemerkt). Aber man ist nie so weit vom nächsten Starbucks entfernt, dass einem nicht ständig Leute mit Pappbecher entgegen kämen. Nirgends! Das ist auch meine eindrücklichste Erinnerung an meine vier Tage in New York, über die ich hier noch nicht geschrieben habe. Das MoMa war toll, die Freiheitsstatue vor der Skyline erstaunlich klein – hier das Beweisfoto…

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Aber was sich mir eingebrannt hat, ist, dass der Kaffee anscheinend zum Dress Code gehört. Zu Starbucks kommen hier in Kanada noch Second Cup und Tim Hortons, die es meiner Erinnerung nach in Deutschland nicht gibt. Auf der gesünderen Seite mit frisch gepresstem Saft und Smoothies gibt es zum Beispiel Jugo Juice. Und was Essen angeht natürlich die üblichen Verdächtigen McDonalds, Burger King, Subway und so weiter…

Seit ich in New York war, habe ich ein neues Spiel mit mir selbst entwickelt: Ich suche Punkte, von denen aus ich zwei Filialen der gleichen Kette sehen kann. Und die gibt es sehr viel mehr als man denkt. Ich nenne es Starbucks-Memory. Mein Lieblingspunkt in Montréal ist bisher die Ecke Rue Sainte Catherine / Rue Guy, wenn man aus der Metro-Station Guy Concordia kommt: Zweimal Starbucks und zweimal Tim Hortons von einer Stelle aus.

Frage: Ist das bei uns auch so? Sind Tübingen und Esslingen nur einfach zu klein, um das diese Entwicklung zu bemerken?

2 Gedanken zu „Starbucks Memory

  1. MuP

    Sorry, also da können wir nicht wirklich mitreden, denn wir sind ja “Landeier”. Hier ist man heilfroh, wenn es überhaupt ein Café oder eine italienische Eisdiele gibt. Wohlgemerkt “ein” Objekt bestensfalls in Sichtweite!
    Aber wir haben auch etwas vielleicht Erwähnenswertes – also noch nicht, aber bald – die Bauarbeiten beginnen in wenigen Tagen. Und dann – ta ta – gibt es in unserer “Geschäftsstraße” einen Punkt, von dem aus man 3 (in Zahlen: drei) Kreisel sehen kann und das in unserer verkehrsberuhigten Einkaufsstraße (die so tot ist, wie der Nationalfriedhof) …
    Übrigens: Schönen Gruß nach Tübingen und umzu: Osiander-Memory ist toll – wir können da in jedem Laden stöbern und finden auch immer irgendetwas, das wir dann im Zug nach Hause transportieren müssen :-)

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  2. Emily

    Starbucks gibt es in Tübingen nicht. Aber was mir trotzdem selbst hier auffällt, das ist der Hang zum Pappbecher. Nicht nur dass die Brechtbau-Cafete von richtigem Geschirr auf Pappe umgestellt hat. Auch die kleinen modernen hippen Kaffeeschuppen (ich denke da zum Beispiel an Tasty Donuts & Coffee) schenken ihren Kaffee in Pappbechern aus – und zwar sogar auch dann, wenn man sich zum Trinken im Laden an einen Tisch setzt.

    Was dabei anscheinend immer noch nicht geklärt ist: Gehören leere Pappbecher in den Papiermüll, sind sie als Verbundstoffe Gelber-Sack-tauglich, oder ist das tatsächlich Restmüll? Ich weiß es nicht, und wenn man sich die Mülltrennungs-Batterien an Bahnhöfen oder im Brechtbau anschaut, bin ich nicht der einzige. Vielleicht sollte man eine eigene Müll-Kategorie einführen: Starbuck.

    Für Memory ist Tübingen natürlich zu klein: ein McDonald und ein BurgerKing, beide recht weit voneinander entfernt. Aber zwei Subways, der eine eher beim McDonalds, der andere eher beim BurgerKing. Es scheint also neben der dezentralen Döner-Verteilung zwei Fastfood-Zentren zu geben.

    Was aber geht: Osiander-Memory. Das ist Tübingen: FastBook. Das Intellektuellen-Pendant zu Starbucks.

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